Heights and Lows

Ich tue mich schwer mit Reise- und vor allem Landschaftsfotografie. Ich kann nicht genau sagen, warum. Irgendwie finde ich nie die eine Perspektive und genau das Licht, um die Schönheit, die mir oft so völlig unvermittelt entgegen springt, genau so festzuhalten, wie ich sie in diesem Moment empfinde. Die Augen-Blicke (im Sinne des Wortes), die mich zutiefst faszinieren – es gelingt mir nicht, sie in und mit allem was sie sind abzubilden. Und ich habe aufgehört, sie einfangen zu wollen.
Sie sind kurz, flüchtig…und nicht vorhersehbar. Kamerascheu, um Dave Radparvar (Holstee-Founder) zu zitieren.
Und während meiner Reisen habe ich gelernt, dass manche Momente nicht für eine Kamera gemacht sind. Nicht für meine jedenfalls.
Einer meiner Lieblingsfilme (Das erstaunliche Leben des Walter Mitty) enthält ein Zitat, das genau diese Philosophie beschreibt und mich seitdem begleitet: 

Walter: „Wann drückst Du auf den Auslöser?“
Sean: „Manchmal gar nicht. Wenn mir ein Moment gefällt, ich meine, mir… persönlich, dann will ich nicht, dass mich die Kamera irgendwie ablenkt. Dann will ich einfach nur… darin verweilen.“
Walter: „Darin verweilen?“
Sean:“Ja, so wie gerade. Hier und jetzt.“

Hier und jetzt.

Auf meinen Reisen habe ich oft in solchen Momenten verweilt. Und manchmal habe ich auch Bilder gemacht – meistens mit einem breiten Lächeln und den abgeschwächten Wellen der Glücksgefühle, die einen so mir nichts, dir nichts überfallen, die den Körper mit purer Energie durchspülen, die Augen voller Tränen zurücklassen und sich dann wieder in das Meer der Emotionen zurückziehen. Das sind meine Traveling Moments.

 

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