Spiegel

Meine Hunde sind meine Spiegel. 
Sie verraten mir, was ich grade nicht über mich weiß, was ich wissen sollte…und was ich nicht wissen muss. Sie sind die zwei besten Lehrer, die ich mir für mein Leben wünschen könnte. Und sie lehren mich jeden Tag neue Dinge.

Jeden Tag begehen sie mit einer unfassbaren Leichtigkeit, freuen sich jeden Morgen über das, was kommt….auch über das, was sie schon kennen. Sie können aus Instinkt, was ich erst wieder lerne.
Sie sind Meister im Loslassen. Und tun es immer dann, wenn es eben notwendig ist. Sie genießen den Moment. Jeden. Wenn ihnen etwas nicht passt, ändern sie es. Sofort. Wenn man sie lässt. Sie wissen, wie ihr Gegenüber sich fühlt. Sie fühlen es. Mit allem, was sie sind. Sie sind geduldig und gleichmütig, wenn sie frei sind. Sie sind nicht nachtragend. Eine Situation wird geklärt und ist vorbei.
Und sie nehmen in einem scheinbar genau ausbalancierten Maße Rücksicht auf sich selbst und andere. Wenn sie etwas nicht mögen, dann sagen sie es direkt. Ganz ohne Umschweife. Und wenn sie etwas mögen, lassen sie es dich spüren…mindestens ebenso direkt.

Jeden Tag sehe ich die beiden auf so vielfältige Weise kommunizieren, ohne dass dabei irgendein Laut passiert. Das einfache miteinander Sein gehört für sie zu jedem Tag wie die allmorgendliche gegenseitige Körperpflege und unsere ausgedehnten Pippi-Runden. Sie tun, was ihnen Spaß macht und stecken mit ihrer Freude jeden an, der sie sehen kann.
Und ich lasse mich von ihnen inspirieren.
Loslassen und einfach machen, was ich schön finde, was mein Herz berührt, woran ich Spaß habe. Mich in der Kunst finden und mich darüber freuen, wenn auch jemand anderes sich darin findet. Tun, was mich inspiriert und andere damit inspirieren.
So wie sie es jeden Tag aufs Neue mit mir tun. 

 

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